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Aktuelles aus unserer Wehr

Spende für SOS Kinderdorf Immenreuth



Einen Einsatz anderer Art hatte die Feuerwehr des Markts Kaltenbrunn am frostigen Samstagvormittag im SOS-Kinderdorf Oberpfalz in Immenreuth. Sie kam nicht mit einem Löschfahrzeug, sondern im Mehrzweckfahrzeug, kleiner Besatzung, und einem Scheck über 500 Euro. Kommandant Alexander Kummer, die beiden Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Thomas Gmeiner und Erwin Tafelmeyer, Kassenführerin Stefanie Wölfl und Jonas Kummer von der Jugendfeuerwehr hatten ihn dabei.
Im vergangenen Jahr feierte die Wehr ihr 150-Jähriges. Auf Erinnerungsgeschenke für die Vereine verzichtete die Wehr und teilte in den Einladungen mit, dafür eine soziale Einrichtung zu unterstützen. Die Wahl fiel auf das SOS-Kinderdorf in Immenreuth. Vielleicht auch deshalb, weil die Gattin ihres 2010 verstorbenen Mitglieds Ludwig Häusler Kinderdorfmutter in der Einrichtung ist. Ludwig Häusler war Maschinist bei der Feuerwehr, über 30 Jahre im Verwaltungsrat, überaus engagiert und beliebt. Die Entscheidung für Immenreuth fiel deshalb nicht schwer.
Bei der Spendenübergabe betonte Dorfleiter Holger Hassel die Spende für die Ausstattung einer neuen Kinderdorffamilie zu verwenden, die in diesem Jahr eingerichtet wird. Dass das Geld dort ankommt wo es benötigt wird, davon durften sich die Brandschützer beim Rundgang durch das SOS-Kinderdorf überzeugen.


Alexander Kummer leitet seit 25 Jahre die Geschicke der Wehr



„Du leitest auf den Tag genau seit 25 Jahren die Geschicke der aktiven Feuerwehr. Das ist einmalig bei uns in Kaltenbrunn“ sagte Daniel Schweiger zu Kommandant Alexander Kummer am Sonntag. Am 1.Dezember 1983 eingetreten, gehörte Kummer bereits ab 1988 dem Verwaltungsrat an und zu den ersten vier, die den Atemschutzlehrgang absolvierten. Schweiger nannte Meilensteine in Kummers Amtszeit: 1993 erste THL-Leistungsprüfung, 1995 30 Funkwecker,1996 Planung Gerätehaus,1999 neues TSF und Spatenstich, 2001 Gerätehauseinweihung, 2005 Bau des Nebengebäudes,2013 Sonderlöschmittelcontainer auf Anhänger, 2015 Segnung des neuen HLF-20 und 2018 des neuen Mehrzweckfahrzeugs. Hinzu kamen weitere Anschaffungen, unter anderem Tragkraftspritzenanhänger, Greifzug, Wärmebildkamera, neuer Rettungssatz, acht Pressluftatmer, Stromerzeuger 11,5 kVA. Kurzum: „Kummer hat die Marktfeuerwehr zur High-Tech-Truppe geführt.“  Als Anerkennung erhält der Kommandant einen Sonderfreiplatz für eine Woche Erholung im Feuerwehrheim Bayerisch-Gmain, einen Freiplatz für seine Frau Daniela von der Gemeinde und ein Taschengeld von seiner Feuerwehr. Dank sagte namens der KBI-Inspektion Neustadt/WN auch Kreisbrandmeister Gerald Wölfl. „Mit Bayerisch-Gmain wollen wir dir einen Bruchteil von dem zurück geben, was du für die Wehr geleistet hast.“ Auch Bürgermeister Ludwig Biller würdigte die vielen ehrenamtlichen Stunden des Kommandanten. Letzterer fügte an: „Ich danke allen, die es mit mir 25 Jahre ausgehalten haben, vor allem der aktiven Mannschaft. Bleibt bei der Stange!“

Die Marktfeuerwehr blickt auf ein Jahr der Superlative zurück



Von der enormen Herausforderung bei 35 Grad Hitze vor, an den drei Festtagen und danach sprach Vorsitzender Thomas Gmeiner in der Hauptversammlung am Sonntag im vollen Vereinsgasthof. Fazit: „Das 150-jährige Jubiläum mit Fahnensegnung wird als Glanzpunkt in die Geschichte der Wehr und des Marktes eingehen.“ Gmeiner dankte für die Mithilfe von vielen Seiten.
Zuvor überreichte er Moritz Krauß, Jenny Metka, Dominik Sperl, Sophie Rettinger, Daniela Kummer und Lisa Köstler die Aufnahmeurkunde. Die Wehr zählt aktuell 179 Mitglieder. Der Vereinschef erinnerte an die zusätzliche Belastung durch 16 Festbesuche. Hinzu kamen das eigene Starkbierfest, das Johannisfeuer, Nikolausdienst und Mitarbeit bei der Marktweihnacht.
Freilich wurde nicht nur gefeiert, wie Kommandant Alexander Kummer auflistete. 41 Einsätze, darunter 11 Brandeinsätze (ein Rückgang um 9) leisteten 471 Wehrleute in 544 Stunden. Unfallschwerpunkt war erneut die B 299. Zusätzliche Übungen im Fachbereich Atemschutz und Absturzsicherung, eine gemeinsame Zugübung mit Mantel und eine große Einsatzübung auf einer Biogasanlage in Gmünd rundeten das Arbeitsspektrum ab. Ferner legten 19 Männer und Frauen die THL-Leistungsprüfung ab. 45 Aktive bildeten sich bei elf verschiedenen Lehrgängen fort. Ferner stehen laut Kummer derzeit 23 ausgebildete Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. 2018 waren 30 Flaschenfüllungen notwendig. Erfreulich nannte Kummer den Frauenanteil von 18 Prozent beim 54-köpfigen Stammpersonal.
Jasmin Feuerer wurde aus der Jugendgruppe übernommen und zur Feuerwehrfrau ernannt. Zum Oberfeuerwehrmann für 10 Jahre aktiven Dienst beförderte der Kommandant Alexander Deese, Alex Fischer, Stefan Gräf, Matthias Köstler, Florian und Michael Koppmann, Jenny Metka. Seit 25 Jahren sind Thomas Gmeiner und Georg Tafelmeyer junior aktiv.
Jugendwart Jürgen Oheim erwähnte den Wissenstest und den 10.Platz beim Wettkampf in Floß. Alexander Fischer löst Tobias Ludwig als 2.Jugendwart ab.
Die Anstrengungen für das Jubiläum haben sich finanziell gelohnt, wie Stephanie Wölfl bei ihrer höchst erfreulichen Bilanz erkennen ließ. Für einen neuen Holzpavillon wurden 1600 Euro ausgegeben. „Es war richtig, vor 20 Jahren junge Mädchen in die Wehr zu holen. Wölfl macht seit zehn Jahren einen Superjob“ sagte Kassenprüfer Hermann Neubauer.
Die Feuerwehr habe mit ihrem beispiellosen Fest bewiesen, wozu Gemeinschaftsgeist und Kameradschaft von drei Generationen fähig sind, unterstrich Bürgermeister Ludwig Biller im Beisein seines Stellvertreters Herbert Rudolph. „Halts weiter zamm, unterstützt die Verantwortlichen und sorgt weiterhin für unsere Sicherheit!“ lautete sein Appell. Von einem Anstieg der Einsatzmöglichkeiten durch das Mehrzweckfahrzeug sprach Kreisbrandmeister Gerald Wölfl. Er rief die jüngeren Atemschutzträger heuer zur Teilnahme an der Übung im Brandschutzcontainer auf.


Kaltenbrunn 11/1 in Dienst gestellt





Gesegnet, offiziell in den Dienst gestellt und der engagierten Marktfeuerwehr übergeben wurde am Freitag das neue, 65500 Euro teure Mehrzweckfahrzeug(MZF). „Wer ist denn der Nächste? „fragte Pfarrer Matthias Weih. Der Wunsch nach Einteilung der Menschheit in gut und böse, der in dieser Frage mitschwinge, dürfe für die Angehörigen einer Wehr keine Rolle spielen. „Während eines Einsatzes sind sie es, die einem anderen zum Nächsten werden.“ Pfarrer Varghese Puthenchira erbat auch den Schutz des heiligen Florian. „Es gibt keine Alternative zur Feuerwehr. Das ist uns als Gemeinde bewusst. Zu einem motivierten Personal gehört auch die entsprechende Ausrüstung“ betonte Bürgermeister Ludwig Biller im Beisein seiner Stellvertreter und einiger Gemeinderäte vor der Schlüsselübergabe an Kommandant Alexander Kummer. Biller wünschte, dass dieses ehrenamtliche Engagement von Regierungsseite mehr gewürdigt wird. „Das MZF ist wieder eine Aufwertung als wichtiges Einsatzmittel.“ Mit diesen Worten gratulierte Kreisbrandinspektor (KBI) Wolfgang Schwarz auch im Namen von Kreisbrandrat Marco Saller und wünschte eine unfallfreie Fahrt mit gesunder Rückkehr. „Ihr habt euch nachträglich das schönste Geschenk zum 150.Geburtstag gemacht“ sagte der Kommandant des Patenvereins Freihung, Andreas Luber, ehe er ein Fass Bier übergab. Kummer hatte zum Festakt auch Ehrenvorsitzenden Hans Rodler, Ehren-KBI Georg Tafelmeyer und Kreisbrandmeister Gerald Wölfl begrüßt. Der Kommandant dankte Bürgermeister und Gemeinderat, Kämmerer Christian Wirth und der Feuerwehr Weiherhammer für die gute Zusammenarbeit bei der Beschaffung des MZF.